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Iron Man 2
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Iron Man 2 (amerikanische Aussprache: [], britische Aussprache: []) ist ein US-amerikanischer Action- und Science-Fiction-Spielfilm aus dem Jahr 2010, der die Fortsetzung des Films Iron Man aus dem Jahr 2008 darstellt und genau wie dieser eine Comicverfilmung ist, die auf der Superhelden-Comicfigur Iron Man des Verlages Marvel basiert. Regie fĂŒhrte erneut Jon Favreau, die Hauptrolle spielte wieder Robert Downey Jr. In den USA war Paramount Pictures fĂŒr den Verleih zustĂ€ndig, in Deutschland Concorde.

Genau wie der VorgĂ€ngerfilm wurde auch Iron Man 2 in Eigenfinanzierung von der zu Marvel gehörenden Produktionsgesellschaft Marvel Studios produziert und ist Teil eines gemeinsamen Universums, des „Marvel Cinematic Universe“. Am 1. Mai 2013 kam die Fortsetzung, Iron Man 3, in die deutschen Kinos.

Die Kritiken zu Iron Man 2 waren etwas zurĂŒckhaltender als im Falle des ersten Teils, dennoch erhielt Hauptdarsteller Robert Downey Jr. wieder viel Lob. Der Film spielte an den Kinokassen weltweit ĂŒber 623 Millionen US-Dollar ein, wurde mit einem Hollywood Award und einem People’s Choice Award ausgezeichnet und in einer Nebenkategorie fĂŒr einen Oscar nominiert.

Contents

‱ Handlung
‱ Produktion
‱ Entstehung
‱ Marketing
‱ Rezeption
‱ Kritiken
‱ Weblinks

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Handlung

Der sterbende russische Wissenschaftler Anton Vanko verfolgt in Moskau, wie Tony Stark auf einer Pressekonferenz enthĂŒllt, dass er selbst Iron Man ist (zu sehen am Ende des ersten Teils). Mit seinen letzten Worten offenbart Vanko seinem Sohn Ivan, der ebenfalls Physiker ist, dass Starks Ruhm ihm hĂ€tte gebĂŒhren sollen. Ivan entdeckt in dessen Nachlass PlĂ€ne fĂŒr den ursprĂŒnglichen Arc-Reaktor (im ersten Teil noch mit „ARK-Reaktor“ ĂŒbersetzt), den Anton gemeinsam mit Tonys Vater Howard Stark entwickelt hatte. Auf Grundlage der PlĂ€ne entwickelt Ivan seinen eigenen verkleinerten Arc-Reaktor und Plasmapeitschen, die vom Reaktor betrieben werden.

Sechs Monate spĂ€ter eröffnet Tony Stark eine Neuauflage der einst von seinem Vater ins Leben gerufenen „Stark Expo“. Er hat gesundheitliche Probleme, da das Palladium des Arc-Reaktors in seiner Brust, der ihn am Leben hĂ€lt, langsam sein Blut vergiftet. Auch der kĂŒnstlichen Intelligenz Jarvis gelingt es nicht, einen geeigneten Ersatz fĂŒr das Palladium zu finden. Tony hĂ€lt seinen Gesundheitszustand sogar vor seiner persönlichen Assistentin „Pepper“ Potts geheim. Auch von anderer Seite drohen ihm Probleme, da der Senat der USA von ihm fordert, die Iron-Man-Technologie dem MilitĂ€r zur VerfĂŒgung zu stellen. Sein grĂ¶ĂŸter Kritiker, Senator Stern, vernimmt den Waffenproduzenten Justin Hammer, der nach dem RĂŒckzug von Stark Industries aus dem WaffengeschĂ€ft nunmehr der neue Hauptlieferant des US-MilitĂ€rs ist, sowie Tonys Freund, Lt. Colonel James Rhodes, als Zeugen, um Tonys Eignung als eigenstĂ€ndiger Verteidiger der USA vor Bedrohungen in Frage zu stellen. Rhodes fĂŒhrt, auf Sterns Nachdruck, Satellitenaufnahmen von USA-feindlichen Staaten vor, wo, seiner EinschĂ€tzung nach, Versuche gemacht werden ebenfalls einen "Ironman-Anzug" zu entwerfen. Im Gegenzug fĂŒhrt Tony dem Senat Filmmaterial vor, das zeigt, dass sĂ€mtliche Versuche, Iron Mans RĂŒstung nachzubauen – neben dem Iran und Nordkorea auch durch Hammer Industries – nicht einmal im Ansatz von Erfolg gekrönt sind. Selbstsicher verkĂŒndet Tony, er habe den Weltfrieden erfolgreich „privatisiert“.

Aufgrund seiner zunehmenden gesundheitlichen Beschwerden und weil er sich nicht lĂ€nger mit dem TagesgeschĂ€ft als Leiter von Stark Industries herumplagen will, entschließt sich Tony, die GeschĂ€ftsfĂŒhrung an Pepper abzutreten. Aus einer Laune heraus ernennt er die Notarin Natalie Rushman, die fĂŒr die Rechtsabteilung von Stark Industries arbeitet, zu seiner neuen Assistentin. Bei einem Besuch des Historischen Großen Preises von Monaco entschließt sich Tony kurzerhand, selbst als Fahrer am Rennen teilzunehmen. Ivan Vanko, der sich als Streckenposten verkleidet auf die Rennstrecke begeben hat, greift jedoch die Teilnehmer mit seinen Plasmapeitschen an, darunter auch Tony. Nachdem Pepper und Tonys Chauffeur und LeibwĂ€chter „Happy“ Hogan zu Hilfe eilen und ihm den Koffer mit seiner kompakten Iron-Man-RĂŒstung bringen, siegt Tony nach einem anstrengenden Kampf, und macht Ivans Arc-Reaktor unschĂ€dlich.

Als Tony Ivan im GefĂ€ngnis besucht, erfĂ€hrt er von diesem nicht nur, dass ihre VĂ€ter einander kannten und Ivan die Starks als Diebe betrachtet, sondern auch, dass Ivan von seinen gesundheitlichen Problemen weiß. WĂ€hrend Tony in die USA zurĂŒckkehrt, befreit Justin Hammer Ivan aus dem GefĂ€ngnis und lĂ€sst es so aussehen, als sei Ivan bei einer Explosion ums Leben gekommen. Hammer unterbreitet Ivan den Vorschlag, die von ihm entwickelten KampfrĂŒstungen zu verbessern, so dass sie gemeinsam Tony Stark vor der Öffentlichkeit und der Regierung der USA bloßstellen können. Tony findet derweil heraus, dass Anton Vanko, der einst aus der Sowjetunion in die USA geflohen war, und sein eigener Vater Howard Kollegen gewesen waren, bis Vanko, der in Wahrheit eigene finanzielle Interessen verfolgt hatte, wieder abgeschoben wurde.

In der Gewissheit, nicht mehr lange zu leben, feiert Tony eine große Geburtstagsparty, auf der er, stark alkoholisiert, in seiner Iron-Man-RĂŒstung viel Unsinn anstellt. Rhodes, der nicht lĂ€nger gewillt ist, das selbstzerstörerische Verhalten seines Freundes mit anzusehen, legt daraufhin Tonys alte „Mark II“-RĂŒstung an und stellt Tony zur Rede. Nach einem Kampf, der Tonys Anwesen stark beschĂ€digt, fliegt Rhodes in der RĂŒstung davon und ĂŒbergibt sie dem US-MilitĂ€r, das daraufhin Hammer beauftragt, die RĂŒstung mit neuer Bewaffnung auszustatten.

Derweil besucht Nick Fury, der Leiter des Geheimdienstes S.H.I.E.L.D., den verkaterten Stark, um ihn fĂŒr ein geplantes Superheldenteam anzuwerben. Zu seiner Überraschung erfĂ€hrt Tony, dass Natalie Rushman in Wahrheit Natasha Romanoff heißt und von S.H.I.E.L.D. bei Stark Industries eingeschleust wurde, um ihn zu ĂŒberwachen. Romanoff spritzt Tony ein Mittel, das die Symptome seiner fortschreitenden Palladiumvergiftung vorĂŒbergehend unterdrĂŒckt. Um ein Heilmittel fĂŒr seinen Gesundheitszustand zu finden, stellt Fury Stark unter Hausarrest und ĂŒbergibt ihm diverse Unterlagen seines Vaters, darunter auch Probeaufnahmen des offiziellen PrĂ€sentationsfilms der Stark Expo 1974. Tony, der seinen verstorbenen Vater bis dahin nur als unnahbaren, gefĂŒhlskalten Menschen gekannt hatte, findet unter den Filmaufnahmen auch eine an ihn gerichtete Botschaft, in der Howard seinen Sohn als seine „grĂ¶ĂŸte Schöpfung“ bezeichnet und Tony dazu auffordert, das von ihm begonnene Werk zu vollenden.

Nach einem gescheiterten Versuch, sich bei Pepper zu entschuldigen und ihr die Wahrheit ĂŒber seinen Gesundheitszustand mitzuteilen, entdeckt Tony durch Zufall das Modell des GelĂ€ndes der 1974er-Expo. ZurĂŒck in seiner Werkstatt lĂ€sst er Jarvis eine holografische Kopie anfertigen. Schließlich erkennt er, dass es sich dabei um eine versteckte Botschaft, das Modell eines neuen Elements, handelt. Nachdem er in seiner Werkstatt einen „Prismabeschleuniger“ (Ă€hnlich einem Teilchenbeschleuniger) errichtet hat, gelingt es ihm damit, das Element zu synthetisieren. Kurz darauf erhĂ€lt er jedoch einen Anruf von Ivan, der Tony wissen lĂ€sst, dass er noch am Leben ist und eine aufsehenerregende Aktion plant. Tony erkennt, dass dies vermutlich mit dem anstehenden Auftritt Justin Hammers auf der Stark Expo zusammenhĂ€ngt. Ohne das neue Element vorher zu testen, setzt Tony es in seinen Arc-Reaktor ein und begibt sich in einer neuen RĂŒstung zur Expo.

Dort prĂ€sentiert Hammer derweil die von Ivan zu ferngesteuerten Drohnen umgerĂŒsteten KampfrĂŒstungen, die „Hammer-Drohnen“, sowie deren AnfĂŒhrer, James Rhodes, in dessen umgebauter RĂŒstung. Als Tony eintrifft und Rhodes bittet, ihm bei der Evakuierung der Expo zu helfen, ĂŒbernimmt Vanko die Kontrolle ĂŒber die Drohnen und Rhodes’ RĂŒstung und greift damit Tony und die Besucher an. WĂ€hrend Tony seine Gegner von den Zuschauern fortlockt, entlockt Agent Romanoff Hammer die Information, dass sich Vanko in seiner Fabrik befindet. Gemeinsam mit Happy Hogan begibt sich Romanoff dorthin und schaltet die Wachleute aus, muss jedoch erkennen, dass Vanko verschwunden ist. DafĂŒr gelingt es ihr, einen Neustart von Rhodes’ RĂŒstung durchzufĂŒhren, sodass dieser die Kontrolle zurĂŒckerlangt und Tony im Kampf gegen die Drohnen helfen kann.

Nachdem sie die Drohnen zerstört haben, stellt sich ihnen Vanko in einer weiteren, mit verbesserten Plasmapeitschen ausgestatteten RĂŒstung entgegen. Es gelingt ihnen, Vanko zu besiegen und seine RĂŒstung kampfunfĂ€hig zu machen. Daraufhin löst Vanko einen Selbstzerstörungsmechanismus aus, der seine eigene RĂŒstung und die Drohnen in die Luft jagt. Tony und Rhodes fliehen, und in letzter Sekunde rettet Tony Pepper vor einer explodierenden Drohne.

Pepper, die des stĂ€ndigen Stresses ĂŒberdrĂŒssig ist, beschließt ihren RĂŒcktritt von ihrer Position als GeschĂ€ftsfĂŒhrerin von Stark Industries. Sie und Tony kĂŒssen einander und Rhodes fliegt mit seiner RĂŒstung davon, ohne dass Tony versucht, ihn daran zu hindern.

Einige Zeit darauf prĂ€sentiert Nick Fury Tony die abschließende Bewertung seiner Tauglichkeit als Mitglied der „Avengers-Initiative“ durch Agent Romanoff. WĂ€hrend sie Iron Man als tauglich einstuft, gilt Tony Stark aufgrund seiner Persönlichkeit als untauglich. Stattdessen bietet Fury ihm eine Position als Berater an. Im Gegenzug erbittet Tony einen Gefallen, den Fury prompt erfĂŒllt: Bei einer Ordensverleihung an Tony und Rhodes fĂ€llt Tonys grĂ¶ĂŸtem Kritiker, Senator Stern, die Aufgabe zu, die Verleihung durchzufĂŒhren.

In der Post-Credit-Szene trifft S.H.I.E.L.D.-Agent Phil Coulson, der zuvor von der Überwachung von Tonys Hausarrest abgezogen worden war, in der WĂŒste von New Mexico an der Fundstelle des Hammers von Thor ein.

Wichtige Figuren

Iron Man / Anthony „Tony“ Stark (Robert Downey Jr.) ist der Sohn des Industriellen Howard Stark und seit dem Tod seines Vaters der GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Stark Industries. Tony ist seit Kindestagen ein genialer Erfinder und hat als Erwachsener den Ruf eines risikofreudigen Playboys. Eine der Grundideen hinter der Darstellung der Rolle ist die eines „modernen Howard Hughes“.cite-ref-dvdbrextras1-3-0[3] Im Film Iron Man wurde Tony im Anschluss an eine WaffenprĂ€sentation in Afghanistan von Terroristen angegriffen und schwer verletzt. Um sein Leben zu retten, wurde ihm ein Elektromagnet in die Brust eingepflanzt. Tony ersetzte den Magneten dann durch eine Miniaturversion des von ihm entwickelten Arc-Reaktors. Nach seiner Flucht zog er sich aus dem RĂŒstungsgeschĂ€ft zurĂŒck und entwickelte eine High-Tech-RĂŒstung, die vom Reaktor in seiner Brust betrieben wird. Die Medien gaben dem gepanzerten Superhelden den Namen „Iron Man“ (deutsch: „Eisenmann“), und auf einer Pressekonferenz gestand Tony der Öffentlichkeit, selbst Iron Man zu sein. In Iron Man 2 muss Tony jedoch erkennen, dass das Palladium, einer der Hauptbestandteile des Arc-Reaktors, langsam sein Blut vergiftet. In der Gewissheit, nicht mehr lange zu leben, verhĂ€lt er sich zunehmend selbstzerstörerisch und ĂŒbertrĂ€gt seiner persönlichen Assistentin, „Pepper“ Potts, gar die GeschĂ€ftsfĂŒhrung von Stark Industries. Derweil weigert er sich gegenĂŒber dem Senat der USA, die seiner Iron-Man-RĂŒstung zugrunde liegende Technologie dem MilitĂ€r zur VerfĂŒgung zu stellen. Schließlich gelingt es Tony jedoch, ein neues Element zu synthetisieren, das einen wirksamen Ersatz fĂŒr das Palladium darstellt und so Tonys Gesundheitsproblemen ein Ende macht.

Im Film sind drei neue RĂŒstungen Iron Mans zu sehen: „Mark IV“ ist die RĂŒstung, mit der Tony auf der „Stark Expo“ landet und die er spĂ€ter auf seiner Geburtstagsfeier trĂ€gt, „Mark V“ ist eine spezielle RĂŒstung fĂŒr Notfallzwecke, die sich zu Transportzwecken in eine große „Aktentasche“ verwandeln lĂ€sst und beim Kampf gegen Ivan Vanko in Monaco zum Einsatz kommt, und „Mark VI“ ist die RĂŒstung, die Tony am Ende des Films entwickelt und fĂŒr den Kampf gegen die „Hammer-Drohnen“ und Vanko einsetzt. WĂ€hrend sich die „Mark IV“-RĂŒstung kaum vom VorgĂ€nger, „Mark III“ aus Iron Man, unterscheidet, ist die „Mark V“-RĂŒstung in roten und silbernen Farbtönen lackiert. Die grĂ¶ĂŸte Änderung der „Mark VI“-RĂŒstung wiederum ist die dreieckige Form des Repulsor-Transmitters auf der Brust, womit die Änderung des runden, Palladium-basierten KernstĂŒcks des Arc-Reaktors in das neue, dreieckige KernstĂŒck, das aus dem neuentdeckten Element besteht, verdeutlicht. Auch die „Mark I“-, „Mark II“- und „Mark III“-RĂŒstungen aus Iron Man sind im Film in Tonys Werkstatt zu sehen, und James Rhodes ĂŒbergibt die „Mark II“-RĂŒstung schließlich dem US-MilitĂ€r, das sie umrĂŒsten lĂ€sst.

Ivan Vanko / „Whiplash“ (Mickey Rourke) ist der Sohn des russischen Wissenschaftlers Anton Vanko, der einst gemeinsam mit Tonys Vater Howard den Arc-Reaktor entwickelt hatte. Da der aus der Sowjetunion in die USA geflohene Anton jedoch eigene finanzielle Interessen verfolgt hatte, meldete Howard ihn an die Behörden, die ihn wieder abschoben. Die sowjetische FĂŒhrung ließ Anton daraufhin nach Sibirien deportieren, wo schließlich sein Sohn Ivan zur Welt kam. Ivan wurde selbst zu einem Physiker, doch nachdem er Nukleargeheimnisse an Pakistan verkauft hatte, landete auch er im GefĂ€ngnis. Nach dem Tod seines Vaters entdeckt Ivan in dessen Nachlass die PlĂ€ne des ursprĂŒnglichen Arc-Reaktors. Sogleich beginnt er, seine eigene verkleinerte Version zu bauen und entwickelt zudem zwei vom Reaktor angetriebene Plasmapeitschen. Mit den Peitschen greift er Tony Stark in Monaco an, verliert jedoch nach einem kurzen Kampf. Tonys Rivale Justin Hammer befreit Vanko aus dem GefĂ€ngnis, damit er die von Hammer entwickelten RĂŒstungen verbessert. Vanko macht aus den RĂŒstungen Drohnen, die er allerdings fernsteuert und bei der offiziellen PrĂ€sentation dazu bringt, Tony und das Publikum anzugreifen. Nachdem Tony und Rhodes die Drohnen besiegt haben, stellt sich ihnen Ivan in einer eigenen RĂŒstung inklusive verbesserten Plasmapeitschen entgegen. Mit vereinten KrĂ€ften gelingt es den beiden jedoch, Ivan zu besiegen und seine RĂŒstung kampfunfĂ€hig zu machen, woraufhin dieser einen Selbstzerstörungsmechanismus aktiviert, der die RĂŒstung explodieren lĂ€sst.

Lt. Col. James „Rhodey“ Rhodes (Don Cheadle) steht in den Diensten der US Air Force und ist ein persönlicher Freund Tony Starks. In Iron Man 2 muss er zwischen Tony und seinen Vorgesetzten vermitteln, die es gerne sĂ€hen, wenn Tony die seiner RĂŒstung zugrundeliegende Technologie dem MilitĂ€r zur VerfĂŒgung stellen wĂŒrde. Als Tony auf seiner Geburtstagsfeier betrunken in seiner RĂŒstung die PartygĂ€ste gefĂ€hrdet, legt Rhodes Tonys alte „Mark II“-RĂŒstung an, um seinen Freund zur Vernunft zu bringen. Anschließend nimmt er die RĂŒstung an sich und ĂŒbergibt sie dem MilitĂ€r, das diese umrĂŒsten lĂ€sst. Als er die RĂŒstung auf der Stark Expo prĂ€sentiert, bringt Vanko diese jedoch unter seine Kontrolle und zwingt Rhodes, gegen Tony zu kĂ€mpfen, bis der S.H.I.E.L.D.-Agentin Natasha Romanoff ein Neustart der Systeme der RĂŒstung gelingt. Im Anschluss hilft Rhodes Tony im Kampf gegen Vanko.

Virginia „Pepper“ Potts (Gwyneth Paltrow) ist Tony Starks persönliche Assistentin und engste Vertraute. In Iron Man 2 ernennt Tony sie zur neuen GeschĂ€ftsfĂŒhrerin von Stark Industries. WĂ€hrend Pepper versucht, den Konzern zu leiten, verĂ€rgert Tony sie durch sein zunehmend selbstzerstörerisches Verhalten. Nachdem er sie als Iron Man vor einer explodierenden „Hammer-Drohne“ gerettet und sie erfahren hat, dass Tony beinahe an einer Palladiumvergiftung gestorben wĂ€re, erklĂ€rt sie ihren RĂŒcktritt als GeschĂ€ftsfĂŒhrerin, woraufhin es zum Kuss zwischen ihr und Tony kommt.

Justin Hammer (Sam Rockwell) ist der Leiter von Hammer Industries und somit Tonys direkter Konkurrent und persönlicher Rivale. Eine der Grundideen hinter der Figur ist die eines „zweitklassigen Tony Starks“. Das VerhĂ€ltnis zwischen den beiden ist an das VerhĂ€ltnis zwischen Bugs Bunny (Stark) und Daffy Duck (Hammer) angelehnt.cite-ref-dvdbrextras2-4-0[4] Nach Tonys RĂŒckzug aus dem RĂŒstungsgeschĂ€ft wurde Hammer zum neuen Hauptlieferanten des US-MilitĂ€rs. Hammer befreit Vanko aus dem GefĂ€ngnis, damit dieser seine RĂŒstungen verbessert. Als ihm klar wird, dass er Vanko nicht kontrollieren kann, versucht er, Vanko unter Druck zu setzen. Stattdessen ĂŒbernimmt Vanko die Kontrolle ĂŒber die Drohnen bei der PrĂ€sentation auf der Stark Expo und bringt diese dazu, Iron Man und die Zuschauer anzugreifen. WĂ€hrend Iron Man gegen die Drohnen kĂ€mpft, entlockt die S.H.I.E.L.D-Agentin Natasha Romanoff Hammer das GestĂ€ndnis, dass er mit Vanko zusammenarbeitet. Pepper Potts informiert daraufhin die Polizei, die Hammer verhaftet.

Natasha Romanoff (Scarlett Johansson) ist eine Agentin des Geheimdienstes S.H.I.E.L.D., die unter dem Decknamen Natalie Rushman bei Stark Industries eingeschleust wurde, um Tony zu ĂŒberwachen. Zu Beginn des Films arbeitet sie als Notarin in der Rechtsabteilung der Firma, bis Tony sie zu seiner neuen persönlichen Assistentin ernennt. Pepper Potts ist daraufhin zunĂ€chst eifersĂŒchtig auf sie und verdĂ€chtigt sie gar, verantwortlich fĂŒr Tonys immer selbstzerstörerischeres Verhalten zu sein. Nachdem Tony erfahren hat, dass Natasha fĂŒr S.H.I.E.L.D. arbeitet, stichelt er in Peppers Gegenwart gegen sie, muss jedoch zu seiner Überraschung feststellen, dass sie und Pepper sich mittlerweile gut verstehen. Als Vanko die „Hammer-Drohnen“ auf Iron Man hetzt, entlockt Natasha Justin Hammer Vankos Aufenthaltsort und begibt sich gemeinsam mit Tonys Chauffeur und LeibwĂ€chter, „Happy“ Hogan, zu Hammers Fabrik. Nachdem sie die Wachleute ĂŒberwĂ€ltigt hat, dringt sie in Vankos Labor ein und nutzt dessen Computer, um einen Neustart der Systeme von Jim Rhodes’ RĂŒstung herbeizufĂŒhren, damit dieser Tony im Kampf gegen die Drohnen helfen kann.

Jarvis (Stimme von Paul Bettany) ist eine kĂŒnstliche Intelligenz, die sĂ€mtliche Systeme in Tony Starks Haus und Werkstatt kontrolliert und in der Interaktion mit Tony hĂ€ufig mit einem sarkastischen Unterton spricht. Jarvis ist auch fĂŒr die Entwicklung und Steuerung von Tonys Iron-Man-RĂŒstungen verantwortlich.

Howard Stark (John Slattery) ist Tonys vor 20 Jahren verstorbener Vater, der nicht nur am Manhattan-Projekt beteiligt war, sondern auch zu den GrĂŒndungsmitgliedern des Geheimdienstes S.H.I.E.L.D. gehörte. DarĂŒber hinaus hatte er einst mit Ivan Vankos Vater Anton den ursprĂŒnglichen Arc-Reaktor entwickelt. Zu Beginn von Iron Man 2 ist Howard in einem PrĂ€sentationsfilm zu sehen, den er einst fĂŒr die Stark Expo des Jahres 1974 aufgenommen hatte. SpĂ€ter erhĂ€lt Tony von S.H.I.E.L.D. mehrere Filmrollen, auf denen sich nicht nur Probeaufnahmen des PrĂ€sentationsfilms befinden, sondern auch eine persönliche Botschaft an Tony. Zur großen Überraschung Tonys bezeichnet sein Vater, den er zu Lebzeiten nur als unnahbaren, gefĂŒhlskalten Menschen gekannt hatte, seinen Sohn voller Stolz als seine „grĂ¶ĂŸte Schöpfung“ und bittet ihn, sein Werk zu vollenden. Schließlich erkennt Tony, dass Howard im Modell des GelĂ€ndes der 1974er-Expo den Plan fĂŒr ein neues Element versteckt hatte, das er aufgrund der vergleichsweise eingeschrĂ€nkten Technologie seiner eigenen Zeit nicht selbst hatte herstellen können. Neben Howard Hughes, der auch eine der wichtigsten Inspirationen fĂŒr Tony Stark darstellte, soll Howard Starks Auftreten im Film an Walt Disney erinnern.cite-ref-dvdbrextras2-4-1[4]

Nick Fury (Samuel L. Jackson) ist der Direktor des Geheimdienstes S.H.I.E.L.D. Am Ende von Iron Man besuchte er Tony in dessen Haus und unterbreitete ihm den Vorschlag, Mitglied eines geplanten Superheldenteams zu werden. In Iron Man 2 sucht er Tony auf, als dieser am Tag nach seiner Geburtstagsfeier unter einem starken Kater leidet und enthĂŒllt ihm, dass seine neue persönliche Assistentin, „Natalie Rushman“, in Wahrheit fĂŒr S.H.I.E.L.D. arbeitet. Fury stellt Stark unter Hausarrest und weist ihn an, eine Lösung fĂŒr seine gesundheitlichen Probleme zu finden. Um ihm dabei zu helfen, ĂŒbergibt er Tony persönliche Unterlagen von dessen Vater Howard, der zu den GrĂŒndungsmitgliedern von S.H.I.E.L.D. gehörte.

Phil Coulson (Clark Gregg) ist ebenfalls S.H.I.E.L.D.-Agent und wird zur Überwachung von Tonys Hausarrest abkommandiert. Dennoch gelingt es Tony, vorĂŒbergehend sein Anwesen zu verlassen und Pepper Potts in der Konzernzentrale von Stark Industries zu besuchen, was Coulson erst nach Tonys RĂŒckkehr feststellt. WĂ€hrend Tony in seiner Werkstatt einen „Prismabeschleuniger“ errichtet, der ihm die Synthetisierung eines neuen Elements ermöglichen soll, verabschiedet sich Coulson von Tony mit der Information, er sei zu einer neuen Mission in New Mexico abkommandiert worden. Dort trifft er in einer Szene nach dem Abspann schließlich an der Fundstelle des Hammers von Thor ein.

Senator Stern (Garry Shandling) ist einer von Tonys grĂ¶ĂŸten Kritikern und fordert von diesem, die seiner Iron-Man-RĂŒstung zugrundeliegende Technologie dem US-MilitĂ€r zur VerfĂŒgung zu stellen. Tony gelingt es wĂ€hrend seiner Anhörung im Senat jedoch, sĂ€mtliche von Sterns Kritikpunkten abzuweisen. Am Ende des Films wird Stern auf Tonys Wunsch von S.H.I.E.L.D. dazu gebracht, Rhodes und Tony persönlich einen Orden zu verleihen.

„Happy“ Hogan (Jon Favreau) ist ein ehemaliger Boxer und der Chauffeur und LeibwĂ€chter Tony Starks. In Iron Man 2 trĂ€gt er in Monaco die „Aktentasche“, in der sich Tonys „Mark V“-RĂŒstung verbirgt, mit sich und bringt diese seinem Arbeitgeber, als dieser auf der Rennstrecke von Ivan Vanko angegriffen wird. SpĂ€ter dringt er gemeinsam mit Natasha Romanoff in die Fabrik von Hammer Industries ein, in der sie Vanko vermuten. WĂ€hrend Happy mit viel MĂŒhe einen Wachmann zu Boden schlĂ€gt, gelingt es Natasha, die gesamte ĂŒbrige Wachmannschaft zu ĂŒberwĂ€ltigen.

Produktion

Entstehung

Bereits wĂ€hrend der Planungsphase von Iron Man hatte Regisseur Jon Favreau eine Trilogie geplant.cite-ref-quint-5-0[5] UrsprĂŒnglich hĂ€tte sich die von Jeff Bridges verkörperte Figur des Obadiah Stane erst im Verlauf des ersten Films als Schurke herausstellen und im zweiten Teil zu „Iron Monger“ werden sollen. Als jedoch der ursprĂŒnglich als Schurke fĂŒr den ersten Teil vorgesehene „Mandarin“ auf Anraten des Marvel-Autoren Mark Millar aus dem Drehbuch gestrichen wurde, beschloss man, Stane bereits im ersten Teil zum Hauptgegner zu machen.cite-ref-litg-6-0[6] Im Juli 2008, zwei Monate nach der Veröffentlichung von Iron Man, wurde Justin Theroux als Drehbuchautor der Fortsetzung bestĂ€tigt.cite-ref-7[7] Im Oktober 2008 wurde bekannt, dass Terrence Howard, der in Iron Man die Figur des Jim Rhodes verkörpert hatte, fĂŒr Iron Man 2 durch Don Cheadle ersetzt werden wĂŒrde.cite-ref-8[8] Als mögliche BegrĂŒndung wird genannt, dass Howard fĂŒr Iron Man eine höhere Gage als Robert Downey Jr., Jeff Bridges und Gwyneth Paltrow erhalten habe. Zudem soll es am Set von Iron Man zu Konflikten zwischen Howard und den ĂŒbrigen Beteiligten gekommen sein.cite-ref-9[9] Im Film soll Tonys kurzer Wortwechsel mit Rhodes bei dessen Auftritt im Senat eine Anspielung auf die Umbesetzung der Rolle darstellen.cite-ref-dvdbrextras2-4-2[4]

Als eines der zentralen Themen des Films nennt Favreau das Wort „VermĂ€chtnis“. WĂ€hrend sich Tony in mehrfacher Hinsicht mit dem Erbe seines Vaters konfrontiert sieht, steht er vor der Frage, was er selbst im Falle seines Todes der Welt hinterlassen möchte.

In einer frĂŒhen Drehbuchfassung des zweiten Teils waren noch zwei russische Schurken vorgesehen. Ivan Vanko hĂ€tte den Kampf gegen Tony in Monaco nicht ĂŒberlebt, woraufhin der andere Schurke an seine Stelle getreten wĂ€re. Da Regisseur Jon Favreau jedoch gerne Sam Rockwell, mit dem er soeben den Film G-Force – Agenten mit Biss vertont hatte, als Schurken besetzt hĂ€tte, andererseits aber nicht wollte, dass Rockwell mit einem russischen Akzent spricht, beschloss er, die beiden Russen zu einer Figur zusammenzulegen und Rockwell stattdessen die Rolle des Justin Hammer zu geben. Rockwell war seinerzeit bereits ein Kandidat fĂŒr die Rolle des Tony Stark in Iron Man gewesen. Auch darĂŒber hinaus wollte Favreau den Film nicht mit zu vielen HandlungsfĂ€den ĂŒberladen, weshalb er auch die Anzahl der Widersacher Iron Mans möglichst gering halten wollte – im RĂŒckblick ist er der Ansicht, dass es ihm gelungen sei, die Handlung auf zwei primĂ€re HandlungsfĂ€den, den Konflikt zwischen Ivan und Tony sowie Tonys Gesundheitsprobleme, zu beschrĂ€nken. FĂŒr die Besetzung des Ivan Vanko mit Mickey Rourke entschied sich Favreau, nachdem er The Wrestler – Ruhm, Liebe, Schmerz gesehen hatte. Da Rourke im Zuge des Erfolges von letzterem Film jedoch schwer zu erreichen war, ĂŒbernahm Robert Downey Jr. die Aufgabe, Rourke in Interviews auf sein mögliches Interesse an Iron Man 2 anzusprechen. Die Gestaltung seines Aussehens als Ivan Vanko ĂŒbernahm Rourke bis ins kleinste Detail selbst.cite-ref-dvdbrextras2-4-3[4] Als Vorbereitung fĂŒr seine Rolle besuchte er zudem das Butyrka-GefĂ€ngniscite-ref-prison-10-0[10] und nahm Sprachunterricht.cite-ref-steady-11-0[11] Offiziell wurde die Verpflichtung Rourkes im MĂ€rz 2009 bestĂ€tigt.cite-ref-rourkeconf-12-0[12] Nahezu zeitgleich wurde auch Scarlett Johansson fĂŒr den Film bestĂ€tigt. UrsprĂŒnglich war Emily Blunt fĂŒr die Rolle der Natasha Romanoff vorgesehen gewesen, doch da sie aufgrund des Drehs zu Gullivers Reisen – Da kommt was Großes auf uns zu nicht lĂ€nger zur VerfĂŒgung stand, wurde sie durch Johansson ersetzt.cite-ref-bluntscarlet-13-0[13] Samuel L. Jackson weigerte sich aufgrund der ihm ursprĂŒnglich angebotenen Gage zunĂ€chst, erneut die Rolle des Nick Fury zu spielen, bis Marvel das Angebot erhöhte und ihm einen Vertrag fĂŒr insgesamt neun Filme anbot.cite-ref-jacksonnine-14-0[14]

In einer frĂŒheren Drehbuchfassung war geplant, den Film mit einer anderen Szene zu beginnen, in der Tony Stark an Bord des Flugzeugs, das ihn zur Stark Expo bringt, augenscheinlich luftkrank wird. Nachdem er sich in die Bordtoilette ĂŒbergeben hat, bittet er Pepper um einen Abschiedskuss. Pepper kĂŒsst stattdessen seinen Helm und wirft diesen anschließend aus dem Flugzeug, und Tony springt hinterher. Im fertigen Film springt Tony stattdessen in voller RĂŒstung aus dem Flugzeug, und Pepper ist nicht zu sehen. Die Szene wurde laut Regisseur Jon Favreau nicht genutzt, da sie an dieser Stelle nicht zur Stimmung am Anfang des Films gepasst hĂ€tte. Das Ende der Szene wurde jedoch fĂŒr den offiziellen Trailer verwendet, und die vollstĂ€ndige Szene ist im Bonusmaterial der DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung des Films enthalten.

Die Szene zu Beginn des Films, in der Ivan Vanko seinen Arc-Reaktor und die Plasmapeitschen baut, soll bewusst an die Szene im ersten Film erinnern, in der Tony in der Höhle in Afghanistan seinen Arc-Reaktor und seine erste RĂŒstung entwickelt. Eine weitere Inspiration fĂŒr diese Szene war der Film π, an dem Matthew Libatique, der Kameramann von Iron Man 2, ebenfalls als Kameramann mitwirkte. Tonys Auftritt bei der Eröffnung der Stark Expo wurde von einem Besuch Jon Favreaus auf einem Konzert von AC/DC inspiriert, weshalb wĂ€hrend der Szene auch das Lied Shoot to Thrill der Band zu hören ist. Der Smoking, den Tony trĂ€gt, soll dagegen an James Bond erinnern. Die Szene, in der Justin Hammer die Waffen prĂ€sentiert, die er in die durch Rhodes sichergestellte RĂŒstung einbauen will, wurde vom Film Taxi Driver inspiriert, wĂ€hrend die Szene, in der Tony die Filmaufnahmen seines Vaters ansieht und schließlich die an ihn gerichtete Botschaft entdeckt, an die Orientierungsfilme der DHARMA-Initiative aus der Fernsehserie Lost angelehnt ist. Favreau nahm zu diesem Zweck RĂŒcksprache mit Damon Lindelof, einem der Schöpfer und Produzenten von Lost, dem die Idee gefiel. Genndy Tartakovsky, dessen Arbeiten fĂŒr Samurai Jack und Star Wars: Clone Wars Favreau gefielen, half derweil bei der Konzeption des Kampfes zwischen Iron Man, Rhodes und den „Hammer-Drohnen“.

Als besonders schwierigen Balanceakt bezeichnet Favreau den Konflikt zwischen Tony und Rhodes. Einerseits mĂŒsse der Zuschauer den Eindruck bekommen, dass Tony es verdient, dass Rhodes ihm eine seiner RĂŒstungen abnimmt und dem MilitĂ€r ĂŒbergibt, anderseits dĂŒrfe aber auch Tonys Verhalten nicht zu ĂŒbertrieben sein, so dass keiner von beiden wirklich unsympathisch erscheint. Die Szene, in der Natasha Romanoff und „Happy“ Hogan in Ivans Labor eindringen und Natasha den Computer fĂŒr einen Neustart der Systeme von Rhodes’ RĂŒstung nutzt, wurde nachtrĂ€glich in den Film geschrieben und nach Abschluss der Hauptdreharbeiten gefilmt, um ihren Kampf gegen Hammers Wachleute angesichts von Ivans Flucht nicht vollends unnötig erscheinen zu lassen. Die anschließende Konversation zwischen Tony und Pepper Potts wurde vollstĂ€ndig von Robert Downey Jr. und Gwyneth Paltrow improvisiert.

Tony Starks Anhörung vor dem Senat wurde von Howard Hughes’ Anhörung vor einem Sonderausschuss des Kongresses im Jahr 1947 inspiriert, bei der Hughes durch selbstsicheres Auftreten und Sarkasmus die öffentliche Meinung fĂŒr sich gewann, ferner auch vom Film Mr. Smith geht nach Washington. Die Szene war auch die erste, die gedreht wurde, jedoch dauerte es bis kurz vor Fertigstellung des Films, bis sie auf ihre endgĂŒltige LĂ€nge zusammengekĂŒrzt wurde. In einer lĂ€ngeren Fassung der Szene, die im Bonusmaterial der DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung des Films enthalten ist, befindet sich auch S.H.I.E.L.D.-Agent Phil Coulson, der im fertigen Film erst viel spĂ€ter das erste Mal zu sehen ist, unter den Zuschauern. Die Szene, in der Ivan Vanko in einer Seitengasse in Moskau gefĂ€lschte Papiere erhĂ€lt, um nach Monaco reisen zu können, wurde in Manhattan Beach gedreht, wĂ€hrend sich der Flugzeughangar in Frankreich, in dem Vanko erstmals auf Justin Hammer trifft, in Wahrheit auf dem Flughafen von Van Nuys befindet.cite-ref-dvdbrextras2-4-4[4] Insgesamt wurde der Film mit Ausnahme einiger Establishing Shots, Aufnahmen mit der Second Unit sowie der Szene nach dem Abspann nahezu vollstĂ€ndig in Kalifornien gedreht.cite-ref-ontheroad-15-0[15]

Als Ausrichtungsort fĂŒr die Stark Expo wurde der Flushing-Meadows-Park in New York City gewĂ€hlt, da Regisseur Jon Favreau als Kind auf der anderen Straßenseite mit direktem Blick auf den Park gewohnt hatte, allerdings wurde er erst 1966 geboren, weshalb er die Weltausstellung 1964/65 nicht selbst miterlebt hatte. Das GebĂ€ude, auf dessen Dach sich Tony, Pepper und Rhodes am Ende des Films nach dem Sieg ĂŒber Vanko erholen, ist tatsĂ€chlich das frĂŒhere Wohnhaus Favreaus. Die Verfolgungsjagd zwischen Tony, Rhodes und den „Hammer-Drohnen“ wurde tatsĂ€chlich mit der Second Unit im New Yorker Stadtteil Queens gedreht. Monaco wurde als Schauplatz gewĂ€hlt, um eine Steigerung gegenĂŒber dem ersten Teil, zu dessen Beginn Tony in Las Vegas zu sehen war, zu bieten. Als Inspiration nennt Jon Favreau die James-Bond-Filme, mit denen er aufgewachsen ist. Einige Einstellungen, Establishing Shots und Hintergrundaufnahmen wurden tatsĂ€chlich mit UnterstĂŒtzung von Prinz Albert II. von Monaco und des Automobile Club de Monaco von der Second Unit wenige Tage vor Ausrichtung des Historischen Großen Preises vor Ort gedreht. FĂŒr die Actionszenen wurde dagegen ein Teil der Rennstrecke inklusive der ZuschauertribĂŒne in Downey, Kalifornien, nachgebaut.cite-ref-dvdbrextras2-4-5[4] Acht der Rennfahrzeuge wurden fĂŒr die Stuntszenen von der Historic Grand Prix Association zur VerfĂŒgung gestellt, neunzehn weitere wurden von Fahrzeugkoordinator John Armstrong als Requisiten gebaut. Nur zwei dieser neunzehn Fahrzeuge waren tatsĂ€chlich fahrtĂŒchtig.cite-ref-fate-16-0[16] Auch zwei echte Rolls-Royce Phantoms wurden beim Dreh zerstört, was die Filmcrew 438.000 US-Dollar pro Fahrzeug kostete.cite-ref-destroyed-17-0[17] FĂŒr die Rennszenen wurden die Fahrzeuge sowie die Zuschauer auf den TribĂŒnen mittels Computereffekten ergĂ€nzt.

Rhodes’ Landung mit der beschlagnahmten RĂŒstung auf der Edwards Air Force Base wurde vor Ort gedreht. Wie schon im Falle des ersten Teils wirken echte Soldaten als Statisten mit, und im Hintergrund sind diesmal eine B-2 Spirit, eine F-22 Raptor und eine C-17 Globemaster III zu sehen. Auch darĂŒber hinaus unterstĂŒtzte das Verteidigungsministerium der USA die Produktion des Films und sorgte dafĂŒr, dass fĂŒr die PrĂ€sentation der „Hammer-Drohnen“ die Hymnen der jeweiligen TeilstreitkrĂ€fte (Army, Air Force, Navy und Marines) verwendet werden durften. Ein weiterer Drehort war der Imbissstand Randy’s Donuts, an dem sich Tony Stark und Nick Fury am Tag nach Tonys Geburtstagsfeier treffen. UrsprĂŒnglich war geplant, die Szene in einem unterirdischen S.H.I.E.L.D.-Bunker spielen zu lassen.cite-ref-dvdbrextras2-4-6[4]

Scarlett Johansson fĂŒhrte fĂŒr den Kampf zwischen Natasha Romanoff und Justin Hammers Wachleuten viele Stunts selbst durch und trainierte zu diesem Zweck mit ihrem Stunt-Double, Heidi Moneymaker.cite-ref-heidi-18-0[18] Auch Regisseur Jon Favreau fĂŒhrte in seiner Rolle als „Happy“ Hogan einige Stunts selbst durch.cite-ref-dvdbrextras2-4-7[4]

Leslie Bibb ist erneut in ihrer Rolle als Christine Everhart aus Iron Man zu sehen, da sie und Sam Rockwell zum Zeitpunkt des Drehs ein Paar waren. Damit soll zugleich verdeutlicht werden, dass Rockwells Rolle als Justin Hammer einen „Möchtegern-Tony Stark“ darstellen soll, da Tony und Everhart bereits eine Nacht miteinander verbracht haben. Ferner spielt die Fernsehmoderatorin Olivia Munn zu Beginn des Films die Nachrichtensprecherin Chess Roberts. In einer ursprĂŒnglich geplanten Szene hĂ€tte sie noch einen Gast auf Tonys Geburtstagsfeier namens „Rebeca“ spielen sollen. Die betreffende Szene fehlt in der fertigen Fassung des Films, ist jedoch im Bonusmaterial der DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung enthalten. Bei dem DJ auf der Feier handelt es sich um Adam Goldstein alias „DJ AM“, der vor Veröffentlichung des Films verstarb. Im Abspann des Films findet sich eine Widmung an Goldstein. Weitere Cameo-Auftritte haben neben Iron-Man-Mitschöpfer Stan Lee auch Larry Ellison, der GrĂŒnder und CEO von Oracle, der sich selbst spielt, ferner Seth Green, der fĂŒr weniger als eine Sekunde zu sehen ist, die mit Gwyneth Paltrow befreundete Nachrichtensprecherin Christiane Amanpour, der Fernsehmoderator Bill O’Reilly sowie Elon Musk, der GrĂŒnder und PrĂ€sident von SpaceX, der ebenfalls ein Vorbild fĂŒr die Figur des Tony Stark darstellte und Tony in Monaco begegnet.cite-ref-dvdbrextras2-4-8[4] Im Gegenzug fĂŒr seinen Auftritt stellte Musk der Filmcrew die Fabrik von SpaceX, die im Film die Fabrik von Hammer Industries darstellt, fĂŒr Dreharbeiten zur VerfĂŒgung.cite-ref-fate-16-1[16] Die Arbeiter im Hintergrund sind keine Statisten, sondern tatsĂ€chliche Fabrikarbeiter, da die Arbeit wĂ€hrend der Dreharbeiten nicht unterbrochen werden konnte.cite-ref-dvdbrextras2-4-9[4]

Unter den Fahrzeugen in Tony Starks Werkstatt befinden sich diesmal unter anderem ein 1949er Mercury, ein 1953er Cadillac Series 62, ein zusammenklappbares ICON A5-Flugzeug sowie der bereits in Iron Man gezeigte 1932er Ford Modell B Flathead Roadster, der in Wahrheit Regisseur Jon Favreau gehört.cite-ref-ontheroad-15-1[15] Genau wie das Flugzeug sind auch Oracle, Audi und Kodak Teil der Produktplatzierung im Film und besitzen eigene Ausstellungshallen auf der Stark Expo. Die Oracle-Kuppel ist der Schauplatz des Endkampfes zwischen Tony, Rhodes, den „Hammer-Drohnen“ und Vanko. Wie schon in Iron Man fĂ€hrt Tony auch im zweiten Teil wieder einen Audi R8, diesmal allerdings die Spyder-Variante. Die Filmrollen mit den Aufnahmen seines Vaters Howard, die Tony von Nick Fury erhĂ€lt, tragen alle das Kodak-Logo, und Tony verfolgt Ivans Anruf ĂŒber das Oracle-Grid zurĂŒck.

Die physischen RĂŒstungen und Vankos Exoskelett bauten wie beim ersten Film Legacy Effects (vormals Stan Winston Studios). Diesmal waren sie jedoch deutlich leichter fĂŒr die Darsteller zu tragen. Die Beine wurden komplett freigelassen und spĂ€ter mittels Motion Capture durch Computereffekte ergĂ€nzt. Das Exoskelett, das Ivan Vanko in Monaco trĂ€gt, wog dennoch bereits ohne die Arme 18 Kilogramm, weshalb sich Mickey Rourke einem siebenwöchigen Krafttraining unterzog. Der obere Teil von Rhodes’ RĂŒstung wog gar 20 Kilogramm. Die Computereffekte wiederum stammten erneut von mehreren Studios: Industrial Light & Magic setzte via Motion Capture die KĂ€mpfe von Iron Man, War Machine und den „Hammer-Drohnen“ um,cite-ref-dvdbrextras2-4-10[4] Prologue war unter anderem fĂŒr die Hologramme zustĂ€ndig,cite-ref-19[19] das in New York City beheimatete Studio Perception ĂŒbernahm die Bildschirmdisplays,cite-ref-20[20] Pixel Liberation Front aus Venice animierte die Head-up-Displays in den Helmen der RĂŒstungen,cite-ref-21[21] und das australische Studio Fuel VFX ĂŒbernahm unter anderem die Effekte fĂŒr Ivan Vankos Plasmapeitschen und Tonys „Prismabeschleuniger“.cite-ref-22[22] Auch bei den Actionsequenzen, die komplett am Computer entstanden, wurde darauf geachtet, dass der Blickwinkel jederzeit mit einer echten Kamera möglich wĂ€re. Die Filmaufnahmen der RĂŒstungen von Nordkorea, dem Iran und Justin Hammer basieren vage auf der Figur des RoboCop und wurden von Studios erstellt, die sich damit fĂŒr eine Mitwirkung an Iron Man 2 bewerben wollten. Favreau gefielen die Arbeiten so sehr, dass er sie im fertigen Film verwendete.

Die Filmmusik wurde statt von Ramin Djawadi diesmal von John Debney, der bereits Favreaus Filme Buddy – Der Weihnachtself und Zathura – Ein Abenteuer im Weltraum vertont hatte, komponiert und in den Londoner Abbey Road Studios aufgenommen. Dies war eine bewusste Entscheidung, da die Musik diesmal mehr wie in anderen Superhelden-Verfilmungen klingen sollte als im ersten Teil. Die Titelmusik der Stark Expo des Jahres 1974, „Make Way for Tomorrow Today“, wurde von Richard Sherman nach dem Vorbild klassischer Disney-Themenpark-Lieder komponiert. Gitarrist Tom Morello, der schon an der Filmmusik des ersten Teils beteiligt war, wirkte wiederum an dem StĂŒck mit, das zu hören ist, als Natasha Romanoff gegen Hammers Wachleute kĂ€mpft.

Die Szene, die nach dem Abspann zu sehen ist, wurde tatsĂ€chlich am Set von Thor in New Mexico gedreht und fehlte wie schon im Falle der Szene nach dem Abspann des ersten Teils in sĂ€mtlichen PressevorfĂŒhrungen des Films, um die Fans zu ĂŒberraschen.cite-ref-dvdbrextras2-4-11[4]

Bezug zur Vorlage

Tony Starks gesundheitliche Probleme waren und sind auch in den Comics wiederholt ein Thema. Die Idee, dass der fortwĂ€hrende Einsatz seiner Iron-Man-RĂŒstung ihn krank macht und schlussendlich töten wĂŒrde, basiert lose auf einer mehrteiligen Geschichte aus dem Jahr 1999, in der die Energiefelder innerhalb der RĂŒstung die Ursache waren. Die Szene auf Tonys Geburtstagsparty, in der er in stark angetrunkenem Zustand herumtorkelt und seine RĂŒstung als „Partyspielzeug“ einsetzt, geht auf zwei lĂ€ngere Geschichten zurĂŒck, die 1979 und zwischen 1982 und 1984 in den Comics erschienen. Darin wurde Tony wiederholt zum Alkoholiker und verlor schließlich sogar die Kontrolle ĂŒber sein Unternehmen. Bereits im Vorfeld von Iron Man hatten Fans gefordert, Tonys Alkoholismus im Film zu thematisieren.cite-ref-shh06-23-0[23] Laut Regisseur Jon Favreau soll die Szene in Iron Man 2 das Äußerste darstellen, was in den Kinofilmen in Hinblick auf diese Thematik zu sehen sein wird.cite-ref-dvdbrextras2-4-12[4]

Auch in den Comics verfĂŒgt Tony ĂŒber RĂŒstungen, die sich in speziellen Aktentaschen transportieren lassen. Die Farbgebung der „Mark V“-RĂŒstung basiert derweil auf der auch als „Silver Centurion“ bekannten RĂŒstung, die er in den Comics ab 1985 trug. Dieselbe RĂŒstung stellt auch die Vorlage fĂŒr den dreieckigen Repulsor-Transmitter auf der Brust der „Mark VI“-RĂŒstung im Film dar.

Die Rolle des Ivan Vanko stellt eine Kombination aus gleich zwei klassischen Gegnern Iron Mans aus den Comics dar: WĂ€hrend die Plasmapeitschen auf der Figur des „Whiplash“ (dt. „Peitschenhieb“) basieren, der als Waffe ebenfalls eine Peitsche verwendete, gehen der Name „Vanko“ und die RĂŒstung, die er am Ende des Films trĂ€gt, auf die Figur des Original-„Crimson Dynamo“ zurĂŒck, einer Art sowjetischen GegenstĂŒcks von Iron Man, dessen bĂŒrgerlicher Name Anton Vanko (im Film der Name von Ivans Vater) lautete. In den offiziellen Promo-Materialien des Films, inklusive der Spielzeugserie Hasbros, wird Ivan Vanko ebenfalls als „Whiplash“ bezeichnet, auch wenn der Name im Film selbst nicht genannt wird. Ende 2009, wenige Monate vor Erscheinen des Films, wurde in den Comics zudem ein neuer Whiplash eingefĂŒhrt, dessen bĂŒrgerlicher Name ebenfalls Anton Vanko lautet und der deutlich von der Figur im Film inspiriert wurde.

In den Comics vertrat Jim Rhodes ursprĂŒnglich Tony Stark, der aufgrund seines Alkoholismus verhindert war, als Iron Man. SpĂ€ter erhielt er seine eigene RĂŒstung, in der er sich „War Machine“ (dt. „Kriegsmaschine“) nennt. Die Farbgebung und Bewaffnung von Rhodes’ RĂŒstung im Film basiert deutlich auf dem Comic-Vorbild. In den offiziellen Promo-Materialien des Films, inklusive der Spielzeugserie Hasbros, wird Rhodes ebenfalls als „War Machine“ bezeichnet. Im Film selbst verwendet Tony den Namen nur einmal indirekt, als er Rhodes wĂ€hrend ihres Kampfes die Frage „You want to be a war machine?“ (in der deutschen Synchronfassung ĂŒbersetzt mit „Du willst War Machine sein?“, sinngemĂ€ĂŸer „Du willst eine Kriegsmachine sein?“) stellt.

Justin Hammer ist auch in den Comics ein langjĂ€hriger Gegner Iron Mans, allerdings wird er bereits seit seinem ersten Comic-Auftritt deutlich Ă€lter dargestellt als im Film. In den Comics versorgt er zahlreiche Superschurken mit technologischer AusrĂŒstung. im Gegenzug erklĂ€ren sich diese bereit, fĂŒr ihn zu arbeiten und seine Konkurrenten, darunter auch Tony Stark, anzugreifen. Unter den Schurken, die im Laufe der Jahre fĂŒr Hammer arbeiteten, befand sich auch Whiplash.

Natasha Romanoff (eigentlich Natalia Alianova Romanova) war in den Comics ursprĂŒnglich eine sowjetische Spionin mit dem Decknamen „Black Widow“ (deutsch: „Schwarze Witwe“), die den Auftrag hatte, Tony Stark auszuspionieren. SpĂ€ter wechselte sie die Seiten und wurde als Black Widow eine kostĂŒmierte Superheldin, die unter anderem mit Daredevil zusammenarbeitete und Mitglied der RĂ€cher wurde, die sie zwischenzeitlich sogar anfĂŒhrte. Auch mit dem Geheimdienst S.H.I.E.L.D. arbeitete sie zusammen. Die Idee, aus ihr von Anfang an eine S.H.I.E.L.D.-Agentin zu machen, geht dagegen auf die Comicserie Die Ultimativen aus dem „Ultimativen Universum“ zurĂŒck, in der sie Mitglied einer fĂŒr verdeckte Operationen zustĂ€ndigen Abteilung des Superheldenteams namens „Die Ultimativen“ war, das wiederum S.H.I.E.L.D. unterstellt war. Dort entpuppte sie sich jedoch spĂ€ter als Doppelagentin, die Tony verfĂŒhrte und ihr Team verriet. Auch der Name „Black Widow“ fĂ€llt im Film nicht, wird jedoch in den offiziellen Promo-Materialien sowie von Regisseur Jon Favreau im Audiokommentar der DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung des Films verwendet.

Tony Starks Vater Howard wurde nach Howard Hughes benannt, der seinerzeit bereits eine der Inspirationen fĂŒr die Figur des Tony Stark war.cite-ref-dvdbrextras1-3-1[3] Genau wie in den Comics heißt seine Frau auch im Film Maria. WĂ€hrend er laut Iron Man bei einem Autounfall ums Leben kam, starben er und seine Frau in den Comics bei einem Flugzeugabsturz.

Nick Fury ist in den Comics des „klassischen“ Marvel-Universums zwar ein gelegentlicher VerbĂŒndeter der RĂ€cher, ansonsten beschrĂ€nkte sich das VerhĂ€ltnis des Teams zur Regierung der USA jedoch lange Zeit auf einen Verbindungsmann, der befugt war, ĂŒber die Mitgliedschaft im Team zu entscheiden. Die Idee, die RĂ€cher direkt zu einer GrĂŒndung von S.H.I.E.L.D. zu machen und das Team Fury zu unterstellen, wurde erstmals in den Comics, die ab 1996 unter dem Obertitel Heroes Reborn (deutscher Titel Die Wiedergeburt der Helden) erschienen und in einem anderen Universum spielten, eingefĂŒhrt und spĂ€ter von den Comics des „Ultimativen Universums“, die ebenfalls in einem eigenen Universum spielen, erneut aufgegriffen, wobei das Team hier zunĂ€chst den Namen „The Ultimates“ (deutsch „die Ultimativen“) trug.

Christine Everhart, die bereits in Iron Man zu sehen war, trat in den Comics bisher nur ein einziges Mal in einer Geschichte aus dem Jahr 2004 auf.

Bei Olivia Munns Rolle als Nachrichtensprecherin zu Beginn des Films handelt es sich um Chess Roberts, die 1998 ihren ersten und einzigen Auftritt in den Comics hatte.cite-ref-dvdbrextras2-4-13[4]

Die Figur des Senators Stern wurde speziell fĂŒr den Film erfunden.

Der langjĂ€hrige Marvel-Comicautor Stan Lee, einer der Erfinder Iron Mans, hat wie schon im ersten Teil wieder einen Cameo-Auftritt, als Tony zu Beginn des Films die Stark Expo verlĂ€sst. Verwechselte Tony ihn in Iron Man noch mit Hugh Hefner, hĂ€lt man ihn diesmal fĂŒr Larry King.

Synchronisation

Die deutsche Synchronisation des Films ĂŒbernahm wie schon im Falle des ersten Teils die Berliner Synchron AG. Das Dialogbuch stammt wieder von Gerrit Schmidt-Foß, die Dialogregie fĂŒhrte erneut Kim Hasper. Beinah sĂ€mtliche wiederkehrenden Darsteller haben dieselben Synchronsprecher wie im ersten Teil, darunter Tobias Meister, Katrin Fröhlich, Till Hagen, Frank Schaff, Cathlen Gawlich sowie Engelbert von Nordhausen. Lediglich Michael Iwannek ersetzt Stefan Fredrich als deutsche Stimme von Happy Hogan/Jon Favreau. Neu dabei sind Reiner Schöne, Dietmar Wunder, Luise Helm, David Nathan, Reinhard Kuhnert und Bernd Vollbrecht.cite-ref-synchro-24-0[24]

| Rolle | Darsteller/Originalsprecher | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Tony Stark/Iron Man | Robert Downey Jr. | Tobias Meister |
| Virginia „Pepper“ Potts | Gwyneth Paltrow | Katrin Fröhlich |
| Lt. Col. James „Rhodey“ Rhodes | Don Cheadle | Dietmar Wunder |
| Nick Fury | Samuel L. Jackson | Engelbert von Nordhausen |
| Natasha Romanoff/„Natalie Rushman“ | Scarlett Johansson | Luise Helm |
| Ivan Vanko | Mickey Rourke | Reiner Schöne |
| Justin Hammer | Sam Rockwell | David Nathan |
| Agent Phil Coulson | Clark Gregg | Till Hagen |
| Bill O’Reilly | Bill O’Reilly | Helmut Gauß |
| Chess Roberts | Olivia Munn | Katrin Zimmermann |
| Christine Everhart | Leslie Bibb | Cathlen Gawlich |
| Elon Musk | Elon Musk | Kim Hasper |
| ErdbeerverkÀufer | Alejandro Patino | Lutz Schnell |
| Expo-Computertechniker | Brian Schaeffer | Gunnar Helm |
| General Meade | Eric Lee Haney | Jan Spitzer |
| „Happy“ Hogan | Jon Favreau | Michael Iwannek |
| Howard Stark | John Slattery | Bernd Vollbrecht |
| Jack | Jack White | Michael Pan |
| Major Allen | Tim Guinee | Erich RĂ€uker |
| Senator Stern | Garry Shandling | Reinhard Kuhnert |
| J.A.R.V.I.S. | Paul Bettany (Stimme) | Frank Schaff |
| Anton Vanko | Yevgeni Lazarev | (Originalton) |
| SekretÀrin | ? | Anja Rybiczka |

Marketing

Die Marketingkampagne zu Iron Man 2 umfasste unter anderem einen Auftritt von Regisseur Jon Favreau und den Darstellern Robert Downey Jr., Scarlett Johansson, Don Cheadle und Sam Rockwell auf der San Diego Comic-Con International im Juli 2009, bei dem auch Szenen aus dem Film vorgefĂŒhrt wurdencite-ref-sdcc-25-0[25], ferner einen Internetauftritt der fiktiven „Stark Expo“cite-ref-26[26] sowie WerbevertrĂ€ge unter anderem mit Audi, LG, 7-Eleven, Dr. Pepper, Oracle und Burger King, die ihrerseits auch als Produktplatzierung im Film untergebracht wurden.cite-ref-package-27-0[27] LGcite-ref-lgim-28-0[28] und Oraclecite-ref-oracleim-29-0[29] warben auf speziell eingerichteten Microsites fĂŒr und mit Iron Man 2, wĂ€hrend Audi Szenen aus dem Film fĂŒr einen Werbespot fĂŒr den R8 Spyder verwendete. Ein Werbespot fĂŒr Dr. Pepper, in dem Stan Lee eine Nebenrolle spielt, wurde zudem am Set von Tony Starks Werkstatt gedreht. FĂŒr die offiziellen Promo-Fotos wurde das S.H.I.E.L.D.-Logo von Natasha Romanoffs KostĂŒm mittels digitaler Nachbearbeitung entfernt, da die entsprechende Wendung in der Filmhandlung eine Überraschung darstellen sollte.cite-ref-morefeige-30-0[30]

FĂŒr die Trailer wurden unter anderem die Lieder Shoot to Thrill, War Machine und The Razors Edge von AC/DC sowie Iron Man von Black Sabbath verwendet. Die Szene im ersten Trailer, in der Pepper Potts Tonys Iron-Man-Helm kĂŒsst und aus dem Flugzeug wirft und Tony hinterherspringt, ist Teil der ursprĂŒnglich geplanten Eröffnungsszene des Films, die im fertigen Film nicht verwendet wurde. Dort springt Tony inklusive Helm einfach aus dem Flugzeug.cite-ref-dvdbrextras2-4-14[4] In der deutschen Fassung des zweiten Trailers werden Sam Rockwell und Gwyneth Paltrow statt von David Nathan und Katrin Fröhlich noch von Tobias Kluckert und Claudia Urbschat-Mingues synchronisiert.

Ein komplettes Soundtrack-Album erschien in den USA am 19., in Deutschland bereits am 16. April 2010 und besteht vollstĂ€ndig aus Liedern von AC/DC. Neben Shoot to Thrill und Highway to Hell, die im Film beziehungsweise wĂ€hrend des Abspanns zu hören sind, den fĂŒr die Trailer verwendeten StĂŒcken War Machine und The Razors Edge sowie Back in Black, das zu Beginn von Iron Man zu hören war, handelt es sich dabei im Einzelnen um die Lieder Rock ‘n’ Roll Damnation, Guns for Hire, Cold Hearted Man, Thunderstruck, If You Want Blood (You’ve Got It), Evil Walks, T.N.T., Hell Ain’t a Bad Place to Be, Have a Drink on Me und Let There Be Rock. Da das Management von AC/DC bislang eine „Best of“-Zusammenstellung der Band verweigert hatte, kann der Soundtrack zu Iron Man 2 als Quasi-„Greatest Hits“-Album betrachtet werden.cite-ref-acdc-31-0[31] Der Soundtrack erlangte in vielen LĂ€ndern hohe Chart-Positionen, in den USA etwa den viertencite-ref-acdcus-32-0[32], in Großbritanniencite-ref-acdcuk-33-0[33] und Deutschlandcite-ref-acdcde-34-0[34] gar den ersten Platz. Die von John Debney komponierte Filmmusik erschien derweil unter dem Titel Iron Man 2: Original Motion Picture Score am 20. Juli 2010.

Eine von Alexander C. Irvine verfasste Romanadaption der Filmhandlung wurde am 1. April 2010 unter dem zur Hachette Book Group gehörenden Imprint Central Publishing veröffentlicht. Eine ebenfalls von Irvine verfasste Version fĂŒr jĂŒngere Leser erschien am 7. April 2010 als Iron Man 2: The Junior Novel bei Little, Brown Books for Young Readers, einem Imprint des ebenfalls zu Hachette gehörenden Verlags Little, Brown and Company.

Die Videospiel-Umsetzungen zum Film wurden von Sega in den USA am 4. Mai, in Deutschland bereits am 30. April 2010 veröffentlicht und waren fĂŒr die PlayStation 3, die PlayStation Portable, die Nintendo Wii, den Nintendo DS und die Xbox 360 erhĂ€ltlich. Die Wii- und PlayStation-Portable-Versionen wurden von High Voltage Software entwickelt, die ĂŒbrigen von Griptonite Games und Sega Studios San Francisco. Handyspiel- und iPhone-Versionen wurden darĂŒber hinaus von Gameloft entwickelt und veröffentlicht.

Marvel veröffentlichte von Dezember 2009 bis Februar 2010 eine vierteilige Comic-Miniserie mit dem Titel Iron Man vs. Whiplash, geschrieben von Brannon Braga und Marc Guggenheim und gezeichnet von Phil Briones, die im klassischen Marvel-Comicuniversum spielte und eine neue Version von Whiplash einfĂŒhrte, der auf Mickey Rourkes Rolle im Film basierte. Die deutsche Fassung erschien im Mail 2010 als Band 85 der Reihe Marvel Exklusiv im Panini-Verlag. Eine dreiteilige Miniserie mit dem Titel Iron Man 2: Public Identity, die von April bis Mai 2010 erschien, spielte derweil inhaltlich wĂ€hrend der sechs Monate zwischen den beiden Filmen. Autoren waren Joe Casey und Justin Theroux, der auch das Drehbuch des Films verfasste, die Zeichnungen stammten von Barry Kitson und Ron Lim. Auf Deutsch erschien die Geschichte dagegen erst im Februar 2012 als Sammelband unter dem Panini-Imprint „Marvel Movies“.

Der Spielzeughersteller Hasbro veröffentlichte eine Spielzeugserie zum Film, die unter anderem Iron Man in seinen verschiedenen RĂŒstungen, „War Machine“ und Ivan „Whiplash“ Vanko sowie diverse aus den Comics bekannte Figuren und RĂŒstungen beinhaltete. Auch verschiedene beleuchtete Versionen des Arc-Reactors waren unter dem Namen „Arc Light“ erhĂ€ltlich.

Veröffentlichung

Weltpremiere feierte Iron Man 2 am 26. April 2010 in Hollywood.cite-ref-35[35] Der offizielle Filmstart erfolgte in den meisten LĂ€ndern zwischen dem 28. und 30. April. In den USA war der Filmstart dagegen vom 30. April auf den 7. Mai verschoben worden. In Deutschland startete er am 6. Mai 2010 in den Kinos.

In den USA wurde Iron Man 2 am 28. September 2010 auf DVD und Blu-ray Disc veröffentlicht. Sowohl von der DVD- als auch von der Blu-ray-Fassung gibt es sowohl eine Einzel-Disc-Version als auch eine Sonderedition, die eine zusĂ€tzliche Disc mit Bonusmaterial beinhaltet. Im Falle der Blu-ray-Fassung ist zudem als dritte Disc die DVD-Fassung inklusive Digital Copy enthalten. In Deutschland erschien Iron Man 2 am 7. Oktober 2010 auf DVD und Blu-ray Disc. Genau wie im Falle des ersten Teils wurde in Deutschland nur die DVD-Fassung sowohl als Einzel-Disc-Version als auch als „Limited Edition“ mit SteelBook-Verpackung inklusive Bonusdisc veröffentlicht, wĂ€hrend die Blu-ray-Fassung wahlweise mitsamt Bonus-Disc oder als „Collector’s Edition“, die Iron Man und Iron Man 2 enthĂ€lt, erhĂ€ltlich ist.

Rezeption

Finanzieller Erfolg

Bereits am 2. Mai hatte Iron Man 2 weltweit ĂŒber 100 Millionen US-Dollar eingespielt.cite-ref-38[38] Nachdem der Film in den USA mit annĂ€hernd 10.000 Kopien in 4380 Kinos angelaufen war, nahm er bereits am Starttag etwa 52,4 Millionen US-Dollar ein, was eine deutliche Steigerung gegenĂŒber den 35,2 Millionen des ersten Teils (38,7 Millionen einschließlich der Vorschau-VorfĂŒhrungen am Vortag) darstellte.cite-ref-gunout-39-0[39] Am Startwochenende nahm der Film 128,1 Millionen Dollar ein, einschließlich 9,8 Millionen aus VorfĂŒhrungen in 181 IMAX-Kinos, was zum damaligen Zeitpunkt den fĂŒnftbesten Filmstart darstellte.cite-ref-buildon-40-0[40] Nach einer Woche beliefen sich die Einnahmen auf 159,2 Millionen US-Dollarcite-ref-mightyweek-41-0[41], nach 40 Tagen ĂŒberschritten die Einnahmen schließlich sogar die 300-Millionen-Dollar-Marke.cite-ref-milestone-42-0[42] Weltweit hatten sich die Produktionskosten in Höhe von 200 Millionen Dollar bereits nach dem ersten Wochenende mit Einnahmen von insgesamt 327 Millionen Dollar amortisiert.cite-ref-dominiert-43-0[43] In den USA nahm Iron Man 2 nach 15 Wochen Laufzeit insgesamt ĂŒber 312,43 Millionen US-Dollar eincite-ref-bomojo-44-0[44] und belegt damit Platz drei der erfolgreichsten Filme des Jahres 2010 in den USA.cite-ref-domgros-45-0[45] Das weltweite Gesamteinspielergebnis liegt bei ĂŒber 623,93 Millionen Dollarcite-ref-bomojo-44-1[44], womit Iron Man 2 Platz sieben der weltweit erfolgreichsten Filme des Jahres 2010 belegt.cite-ref-worldgros-46-0[46]

In Deutschland lief Iron Man 2 am 6. Mai 2010, einen Tag vor dem US-Kinostart, in 633 Kinos an. Am Startwochenende sahen den Film 367.953 Besucher, was einer Steigerung von etwa 19 Prozent gegenĂŒber dem ersten Teil entspricht.cite-ref-erob-47-0[47] Mit umgerechnet 3,3 Millionen US-Dollar blieben die Wochenendeinnahmen leicht hinter Iron Man mit 3,4 Millionen zurĂŒck, was jedoch dem gestiegenen Dollarkurs geschuldet war; das Einspielergebnis in Euro lag höher als im Falle des ersten Teils.cite-ref-euro-48-0[48] Nach einer Woche beliefen sich die Besucherzahlen auf 484.021, und fĂŒr eine Woche belegte Iron Man 2 Platz eins der deutschen Kinocharts. Innerhalb von fĂŒnf Wochen Laufzeit konnte der Film insgesamt 1.013.795 Besucher verbuchen, was einer Steigerung um beinahe 24 Prozent gegenĂŒber dem ersten Teil entspricht, und belegt damit Platz 32 der erfolgreichsten Filme des Jahres in Deutschland.cite-ref-top2010de-49-0[49] Das Gesamteinspielergebnis in Deutschland betrĂ€gt 9,25 Millionen US-Dollar.cite-ref-foreign-50-0[50]

Die DVD-Fassung verkauften bereits am ersten Veröffentlichungstag ĂŒber 1,1 Millionen Exemplare, nach einer Woche waren es gar fĂŒnf Millionen.cite-ref-51[51] Alleine von der DVD-Fassung wurden in der ersten Veröffentlichungswoche ĂŒber 2,68 Millionen Exemplare verkauft, was Einnahmen von ĂŒber 61,3 Millionen US-Dollar entspricht. Die aktuellen Verkaufszahlen der DVD-Fassung (Stand: 1. MĂ€rz 2012) liegen bei ĂŒber 5,5 Millionen verkauften Exemplaren und Einnahmen von ĂŒber 121,2 Millionen US-Dollar.cite-ref-52[52]

Kritiken

Die Kritiken zu Iron Man 2 waren weitgehend positiv, beurteilten den Film jedoch zum Teil als Verschlechterung gegenĂŒber dem ebenfalls positiv aufgenommenen ersten Teil.

Eine grĂ¶ĂŸtenteils positive Meinung zum Film vertrat Susan Vahabzadeh von der SĂŒddeutschen Zeitung. Den Hauptgrund macht sie im Hauptdarsteller aus: „‚Iron Man 2‘ wĂŒrde nicht funktionieren ohne den Charme von Robert Downey Jr. Gerade die Figuren liegen ihm, die vom Leben ĂŒberfordert sind und trotzdem weitermachen – auch Tony Stark muss man nach einer Weile lieben, wenn er allein ist in seinem Laboratorium und heimlich seinen berstenden Brustkorb betrachtet, ganz cool, ohne mit seinem Schicksal zu hadern. [
] Tony Stark ist nicht stark, er reißt sich nur mit letzter Kraft zusammen. Er ist tatsĂ€chlich nur ein Mensch, ein ganz zerbrechlicher, den die KostĂŒmierung, ganz irdische Technik, quasi zusammenhĂ€lt, andererseits aber auch langsam zerstört.“ Auch die Inszenierung von Tonys Problemen durch Regisseur Jon Favreau sei gelungen: „Favreau verhandelt Tony Starks Neurosen genau im richtigen Tonfall und Rhythmus, lakonisch und mit sanfter Ironie.“ DarĂŒber hinaus seien die von Sam Rockwell und Garry Shandling verkörperten Rollen „zwei zauberhaft tollpatschige Gestalten“ und die Figur des Ivan Vanko „eine Rourke-Paraderolle“. Insgesamt sei der Film „immer dann wirklich mitreißend, mal komisch und mal rĂŒhrend, wenn sich Favreau voll und ganz auf seine Figuren konzentriert, auf kleine Details.“ Weniger begeistert war Vahabzadeh dagegen von den Actionszenen: „[M]an hat eher den Eindruck, dass die Filmemacher – Tim Burton in ‚Alice in Wonderland‘, jetzt Favreau – das absolvieren wie eine lĂ€stige Pflicht.“cite-ref-szkrit-53-0[53]

Auch Peter Körte von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hielt die Darsteller fĂŒr den grĂ¶ĂŸten Pluspunkt des Films: „Man muss nicht nach der SchlĂŒssigkeit fragen, sondern nach den SchlĂŒsselfiguren, und wenn man auf die Besetzungsliste schaut, dann kann eigentlich nichts schiefgehen.“ Weniger sagte ihm dagegen die Handlung zu: „Das Drehbuch, das zum GlĂŒck nicht allzu viel Wert auf sogenannte Plot Points legt, weil Regisseur Jon Favreau sich auch nicht als ausfĂŒhrender Ingenieur begreift, lĂ€sst die Stars konkurrieren.“ Sam Rockwell attestierte er den „schmierigen Charme eines AutoverkĂ€ufers“, wĂ€hrend Samuel L. Jackson wĂ€hrend Nick Furys Unterhaltung mit Tony Stark „fast wie sein Hesekiel-Monolog in ‚Pulp Fiction‘“ klinge. In erster Linie seien es jedoch die Schauspielerinnen, die laut Körte ĂŒberzeugten: „Weil Stark / Iron Man SelbstgefĂ€lligkeit nĂ€her ist als Selbstironie, muss die Distanz sich aus dem Spiel von Gwyneth Paltrow (als Starks Vertraute Pepper) ergeben.“ Auch der technische Aspekt des Films sagte Körte zu: „Trotz betrĂ€chtlichen digitalen Aufwands schafft es der Film, den Erfindungen einen gewissen Bastelcharakter zu verleihen“, was den Vorteil habe, „dass der Film nie aussieht wie eine reine Hightech-Messe“. Ferner gefiel Körte, dass der Film kein „allzu idealisiertes Bild vom amerikanischen Kapitalismus hĂ€tte“. Als Fazit stellte er fest: „Er [der Film] bringt das Kino nicht voran, Ă€sthetisch nicht, noch nicht mal technisch – aber wer sagt denn, dass das seine Mission sei? Man kauft sich ja nach der ersten Fahrt auch noch ein zweites Ticket fĂŒr die Achterbahn, ohne sich davon den Vorstoß in neue SphĂ€ren zu erwarten.“cite-ref-fazkrit-54-0[54]

Julian Reischl von der Webseite MovieMaze.de bewertete den Film mit 85 Prozent und hob an erster Stelle die Actionszenen als positiv hervor: „[Sie] sind rasant choreographiert und rasend schnell inszeniert, doch verliert man – nicht zuletzt aufgrund der farblichen Unterschiede der diversen Kampfteilnehmer – nie den Überblick. Nur die Tatsache, dass es zu keinem Zeitpunkt und bei all den Schießereien Verletzte zu geben scheint, ist schon etwas befremdlich.“ Auch die „feinen Zwischentöne“ kĂ€men nicht zu kurz: „Sowohl die Liebesgeschichte zwischen Stark und Pepper Potts, als auch die Freundschaft zwischen Stark und Col. James Rhodes, als auch die Abneigung zwischen Stark und Hammer erhalten mehr als nur das absolute Minimum an Platz in der Geschichte.“ Hinzu kĂ€me ein „getriebener, gnadenloser und dabei auch ohne viele Facetten bestens funktionierender Mickey Rourke als Ivan Vanko.“ Besonders gelungen sei jedoch das Schauspiel des Hauptdarstellers: „Downey schultert als Titelfigur praktisch den kompletten Film alleine, und erlaubt sich nicht einen Ausbrecher, nicht ein Augenzwinkern, das ‚jetzt nicht so gut‘ zur Figur passen wĂŒrde. Entweder ist Favreau ein teuflischer Regisseur oder Downey ein Perfektionist.“ Insgesamt sei Iron Man 2 „ein absolut solider Unterhaltungsfilm fĂŒr Actionfans“, und die „solide LĂ€nge von 125 Minuten“ vergehe „wie im Fluge und ohne die kleinste Durststrecke“.cite-ref-mmazekrit-55-0[55]

Andreas Borcholte von Spiegel Online gefiel Iron Man 2 deutlich weniger als der VorgĂ€ngerfilm. So wirke die Rolle des Tony Stark „nicht wirklich sympathisch bei dieser Zurschaustellung industriellen Hochmuts“, vielmehr erinnere er an „reale Technik-Gurus wie Apple-Chef Steve Jobs“. Zwar berĂŒhre der Film „drĂ€ngende aktuelle Fragen der Urheberrechtsethik“, andererseits brauche man „viel guten Willen, um diese durchaus interessanten AnsĂ€tze im Getöse des Action-Spektakels zu entdecken“. Obwohl es genĂŒgend „[s]ubversiven Subtext“ gebe, werde dieser „allzu oft von Schauwerten ĂŒberstrahlt. Oder vom furchtbar unpassenden Schweinerock des AC/DC-Soundtracks ĂŒbertönt.“ Auch sei vom „Humor und Esprit des ersten Films [
] nur noch wenig ĂŒbrig.“ Die Tatsache, dass der Air-Force-Soldat James Rhodes seine eigene RĂŒstung erhĂ€lt, kommentierte Borcholte mit den Worten: „Selten wurde das Fortsetzungssyndrom (und, nebenbei, der militĂ€risch-industrielle Handschlag) plastischer dargestellt.“ Generell wirke der Film „streckenweise so slick wie ein wummerndes Werbevideo fĂŒr die US-Armee“ und lasse „die offenkundige Hybris des Industriellen Stark leider weitgehend unkommentiert, wenn nicht gar affirmativ im Raum stehen“. Auch Scarlett Johansson dĂŒrfe „vorrangig eine gute Figur machen, zur Handlung beizutragen hat sie leider nicht viel.“ Insgesamt biete Iron Man 2 „[m]ehr Action, mehr Blechschaden, weniger Spaß, weniger ausgefeilte Dialoge und vor allem: eine recht wirre, wenn nicht widersprĂŒchliche Story, in der viel zu viel erzĂ€hlt werden muss“.cite-ref-sponkrit-56-0[56]

Auch die Cinema-Redaktion bewertete den Film als eher mittelmĂ€ĂŸig. Zwar gelinge es Regisseur Jon Favreau und seinem „erneut genial aufspielenden Star Robert Downey Jr.“, den Charme des ersten Teils „bravourös“ erneut zu entfachen, doch dass sich „trotzdem nur verhaltene Begeisterung einstellen mag“, sei „dem ĂŒberladenen Plot geschuldet“. Zwar seien die diversen Konflikte, denen sich Tony Stark ausgesetzt sieht, „stimmig und unterhaltsam [
] inszeniert“, dennoch wirke es letztendlich „wie das Abhaken einer Checkliste“, was insofern bedauerlich sei, als dass Iron Man 2 „fĂŒr Iron Man existenzielle Themen anschneidet, die – wie das neue Personal – nur oberflĂ€chlich abgehandelt werden. Da wĂ€re mehr Tiefgang drin gewesen.“ Dennoch kam die Redaktion zu einem vergleichsweise positiven Fazit: „Als schön kurzweiliges Popcornkino funktioniert ‘Iron Man 2’ tadellos – und das ist ja auch etwas.“cite-ref-cinemkrit-57-0[57]

Auszeichnungen (Auswahl)

Im Oktober 2010 wurde Janek Sirrs, der Visual Effects Supervisor von Iron Man 2, auf dem Hollywood Film Festival mit einem Hollywood Award in der Kategorie „beste visuelle Effekte“ ausgezeichnet.cite-ref-hollywoodaward-58-0[58] Im Januar 2011 gewann der Film zudem einen People’s Choice Award in der Kategorie „beliebtester Actionfilm“.cite-ref-choice-59-0[59]

FĂŒr einen Oscar wurde Iron Man 2 in der Kategorie „beste visuelle Effekte“ nominiert, unterlag bei der Oscarverleihung 2011 jedoch gegen Inception.cite-ref-oscars-60-0[60]

Mit insgesamt 64 erkennbaren Marken, die als Produktplatzierung im Film untergebracht wurden, wurde Iron Man 2 im Februar 2011 von der Webseite Brandchannel.com mit zwei Brandcameo Product Placement Awards in den Kategorien „Produktplatzierungs-Leistung in einem einzigen Film“ und „Leistung in Hinblick auf Berichterstattung in den Medien“ ausgezeichnet.cite-ref-brandcameo-61-0[61]

Iron Man 2 als Teil des „Marvel Cinematic Universe“

Genau wie schon der erste Teil ist auch Iron Man 2 Teil eines grĂ¶ĂŸeren, gemeinsamen Universums, des „Marvel Cinematic Universe“. Bereits am Ende von Iron Man hatte Nick Fury, der Leiter des Geheimdienstes S.H.I.E.L.D., versucht, Tony Stark fĂŒr ein geplantes Superheldenteam, die „RĂ€cher-Initiative“, anzuwerben. In Iron Man 2 hilft er Tony dabei, seine gesundheitlichen Probleme zu ĂŒberwinden, doch aufgrund von Tonys Verhalten im Verlauf des Films kommt fĂŒr ihn eine Vollmitgliedschaft vorerst nicht in Frage, Tony Stark soll zunĂ€chst lediglich die Rolle eines Beraters ĂŒbernehmen. Tonys verstorbener Vater Howard Stark, der im ersten Film nur auf einigen Fotos zu sehen war und dort noch von Gerard Sanders verkörpert wurde, hat in Iron Man 2 eine grĂ¶ĂŸere Rolle und wird diesmal von John Slattery gespielt. Tony erfĂ€hrt, dass sein Vater zu den GrĂŒndungsmitgliedern von S.H.I.E.L.D. gehörte. Bereits in Iron Man hatten die Animatoren von Industrial Light & Magic in einer Szene im Hintergrund einen unvollendeten Prototyp des Schildes von Captain America als Easter Egg versteckt. In Iron Man 2 ist der Schild erneut zu sehen, diesmal allerdings als tatsĂ€chliches Requisit.cite-ref-dvdbrextras2-4-15[4]

Der von Ali Khan gespielte Mann, der Ivan Vanko die gefĂ€lschten Ausweise besorgt, die es ihm ermöglichen, nach Monaco zu reisen, wird im Abspann als Mitglied der „Zehn Ringe“ aus dem ersten Teil identifiziert. In einer lĂ€ngeren Fassung der Szene wĂ€re zudem eine TĂ€towierung zu sehen gewesen, die dem Logo auf den Flaggen in Iron Man entspricht. Damit wollte Jon Favreau den „Mandarin“, einen von Iron Mans klassischen Gegnern aus den Comics, vorbereiten, den er im dritten Teil als Schurke hĂ€tte einsetzen wollen.cite-ref-mandarin-62-0[62]

WÀhrend der Besprechung zwischen Nick Fury und Tony Stark am Ende des Films ist auf einem Bildschirm eine Nachrichtensendung zu sehen, die tatsÀchlich aus dem Film Der unglaubliche Hulk (2008) stammt. Am Ende von letzterem Film hat Robert Downey Jr. im Gegenzug einen kurzen Gastauftritt in seiner Rolle als Tony Stark und berichtet General Ross (William Hurt) von der geplanten Zusammenstellung des Teams. Somit ist Der unglaubliche Hulk chronologisch nach Iron Man 2 einzuordnen, obwohl letzterer Film spÀter veröffentlicht wurde. Auf einem der anderen Monitore in der Szene mit Stark und Fury ist zudem eine Weltkarte zu sehen, auf der mehrere Orte markiert sind, die alle eine Bedeutung haben sollen. Zwei davon sollen sich auf Thor und Captain America beziehen, ein dritter, in Afrika, auf den Black Panther.cite-ref-dvdbrextras2-4-16[4]

Als Tony Stark seinen „Prisma-Beschleuniger“ zusammenbaut, verabschiedet sich S.H.I.E.L.D.-Agent Phil Coulson von ihm mit den Worten, er sei zu einem neuen Auftrag in New Mexico abkommandiert worden. In einer Szene nach dem Abspann trifft er dort an der Fundstelle des Hammers von Thor ein. Dies leitet unmittelbar zu Coulsons Auftritt im Film Thor (2011) ĂŒber. In letzterem Film wird Coulson von seinem Kollegen Sitwell (Maximiliano Hernandez) beim Anblick des „Destroyers“ gefragt, ob letzterer „einer von Stark“ sei.

In Captain America: The First Avenger (2011), der grĂ¶ĂŸtenteils zur Zeit des Zweiten Weltkriegs spielt, hat eine jĂŒngere Version von Tonys Vater Howard eine grĂ¶ĂŸere Rolle und wird diesmal von Dominic Cooper verkörpert. Auf einer Ausstellung im Jahr 1943, die genau wie die Stark Expo aus Iron Man 2 im Flushing-Meadows-Park im New Yorker Stadtteil Queens stattfindet, prĂ€sentiert Howard ein fliegendes Auto. Im Anschluss ist im Hintergrund eine instrumentale Version des Liedes „Make Way for Tomorrow Today“ zu hören, das in Iron Man 2 die Titelmusik der Stark Expo des Jahres 1974 darstellt. In Iron Man 2 befindet sich zudem unter den Unterlagen Howards, die Tony von S.H.I.E.L.D. erhĂ€lt, das Comicheft Captain America Comics #1, das in der wirklichen Welt den ersten Comic-Auftritt Captain Americas enthielt und in Captain America: The First Avenger als fiktionalisierte Aufarbeitung von dessen Entstehungsgeschichte zu sehen ist.

Der Film Marvel’s The Avengers, der 2012 ins Kino kam, fĂŒhrt erstmals die Hauptfiguren aller bisherigen Filme des „Marvel Cinematic Universe“, darunter auch Robert Downey Jr. als Iron Man/Tony Stark und Scarlett Johansson als Black Widow/Natasha Romanoff, in einem gemeinsamen Team zusammen. Gwyneth Paltrow, Clark Gregg, Samuel L. Jackson und Paul Bettany sind zudem erneut in ihren Rollen als Pepper Potts, Phil Coulson, Nick Fury und Jarvis zu sehen beziehungsweise zu hören.

Ein dritter Teil von Iron Man kam im Mai 2013 ins Kino. Jon Favreau fĂŒhrte nicht mehr Regie, seinen Posten ĂŒbernahm stattdessen Shane Black.cite-ref-shane-63-0[63] Iron Man 3 ist weniger als eine direkte Fortsetzung von Iron Man 2 angedacht, sondern soll nach The Avengers vielmehr die zweite Phase des „Marvel Cinematic Universe“ einlĂ€uten und The Avengers 2 vorbereiten.cite-ref-phase2-64-0[64]

In Captain America: The Winter Soldier trat 2014 Senator Stern erneut auf. In diesem Film wurde enthĂŒllt, dass er ein Mitglied von HYDRA ist. Dies erklĂ€rt rĂŒckwirkend auch, weshalb er so bedacht darauf war, an die Iron-Man-RĂŒstung zu kommen.

Weblinks

‱ Iron Man 2 bei IMDb
‱ Iron Man 2 in der Online-Filmdatenbank
‱ Iron Man 2 bei Rotten Tomatoes (englisch)
‱ Iron Man 2 bei Metacritic (englisch)

Einzelnachweise

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cite-note-jmk-22. Alterskennzeichnung fĂŒr Iron Man 2. Jugendmedien­kommission.
cite-note-dvdbrextras1-33. ↑ Bonusmaterial der DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung von Iron Man.
cite-note-dvdbrextras2-44. ↑ Audiokommentar von Regisseur Jon Favreau und Bonusmaterial der DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung von Iron Man 2.
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